NEU: Selbsterfahrungsgruppe Entwicklungstrauma

Ein Entwicklungstrauma entsteht, wenn Bezugspersonen in der Kindheit nicht hinreichend die Bedürfnisse des Kindes befriedigen können, etwa wenn Säuglinge und Kleinkinder länger schreien, um Zuwendung zu bekommen, die Bezugsperson sich aber nicht gut genug kümmert (häufig, weil sie selbst traumatisiert ist). Ist dies über einen längeren Zeitraum der Fall, reagieren Kinder mit Angst oder Verzweiflung, schlimmstenfalls mit Resignation, um den Schmerz zu lindern. Oft werden auf Teile der Persönlichkeit „abgespalten“, um überleben zu können. Als Erwachsene spüren Betroffene oft ihren Körper und ihre eigenen Bedürfnisse nicht angemessen. Urvertrauen konnte und kann sich nicht ausreichend ausbilden.

Die Folgen können sein: Kontaktschwierigkeiten, depressive Verstimmungen, fast ständige Anspannung, Schwierigkeiten, zu entspannen, Gereitzheit, fehlende Lebendigkeit, Erschöpfung und vieles mehr. In aller Regel ist auch der Atem beeinflusst: wir halten den Atem an, atmen flach oder unregelmäßig, oder haben das Gefühl, „falsch“ zu atmen.

Die Atem- und Körperpsychotherapie kann hier sehr gut unterstützen: einfache Körperübungen helfen, sich besser wahrzunehmen, Anspannungen zu bemerken und immer wieder einen „sicheren Grund“ in Körper und Atem zu finden. Sie lernen zwischen unangenehmen und angenehmen Erfahrungen und deren Verkörperung hin und her zu wechseln. Ressourcen und das unverletzte Selbst werden aktiviert, traumatisierte Persönlichkeitsanteile gehört, mitfühlend versorgt und integriert.

Die Gruppe wird voraussichtlich im Herbst 2026 starten. Ort: Weilheim. Zeiten: Samstag ganztägig ein Mal pro Monat.

Sie haben Interesse an der fortlaufenden Gruppe? Dann schicken Sie eine Nachricht an Info(at)Atem-Zeit.org.